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D-A-D Konzert in Osnabrück (Lagerhalle) |
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Geschrieben von: Ali, Frank
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Donnerstag, 09. Februar 2012 um 20:00 Uhr |
Rund 250 Besucher haben sich an den nicht mehr ganz so kalten Donnerstagabend in der Lagerhalle eingefunden um Dänemarks heißestem Exportschlager die Ehre zu erweisen.
Für mich (Frank) sollte der Abend schon um 18:30Uhr beginnen, da ich noch ein Interview mit D-A-D führen durfte. Ali und Dennis sind dann zum Konzert dazu gestoßen. Gegen 19Uhr war es dann soweit; Stig Pedersen und Laust Sonne standen mir für das Interview zur Verfügung. Die Atmosphäre war angenehm und es entwickelte sich ein netter Plausch. Das ganze Interview könnt ihr auf unserer Homepage hören, Auszüge gibt es in einer Sendung im März. Ich konnte auf jeden Fall erfahren, dass diesmal noch keine Klage vom Disneykonzern ins Haus flatterte und Stig am 10.02.2012 in Hannover einen brandneuen Spezialbass erwartet.
Los ging der Abend mit der Kölner Band Nitrovolt, die anfangs ein wenig nach Bullet klangen, später auch noch eine Mischung aus Punkrock und Metal der dreckigeren Art präsentierten. Die Band vergleicht sich selber ein wenig mit Peter Pan Speedrock . Der Show ist spielerisch einfacher gehalten aber schweißtreibend und energisch. Das Publikum ist beim Opener noch etwas verhalten, erste Zuckungen sind aber zu erkennen.
Weiter geht es mit den Franken The Bulletmonks, die mich mit ihrer Mischung aus 70er Rock, Stoner Rock, etwas Rock´n Roll und einer Prise altem Punk begeistern konnten. Spielerisch merkt man der Band an, dass sie schon länger aktiv sind und auch schon mit Volbeat auf Tour waren. Auch Ali fand die Band klasse wie Ihr gleich lesen könnt. The Bulletmonk grooven von Anfang an bei höchst hörenswerten Soundverhältnissen los und die Wartezeit bis zum Headliner kann mehr als kurzweilig gefüllt werden – soviel ist bereits nach den ersten Takten klar. Die Mucke der Franken lässt keinen Zweifel daran, warum man auf ausdrücklichen Wunsch von D-A-D auf der Tour ist. Mal bluest man auf den Pfaden von ZZ Top, dann bratzen die Paulas doch wieder sehr motörheadesk und im nächsten Song gibt’s dann 90er post-grungiges in Stile von Soundgarden. Alles in allem sollte es also hinreichend musikalische Überschneidungspunkte mit den Dänen geben, doch das überwiegend schläfrige Geriatriepublikum in der Lagerhalle nickt höchstens einmal taktlos mit dem Kopf und quittiert die geile Live-Performance des Vierers mit Höflichkeitsapplaus – sie hätten wahrlich mehr verdient.(wie ihr in unserem Bericht feststellen könnt ist die Musik der Band recht abwechslungsreich und nicht so leicht zu definieren!)
Das sollte sich dann bei D-A-D ändern! Ich persönlich habe mich bestens amüsiert, klasse Fotos geschossen und mir später noch ein schickes Shirt abgegriffen. Bei der Spielfreude und der Hitdichte kann man auch nur gewinnen, aber dazu jetzt mehr von Ali.
Dass der lahmarschige Haufen VOR der Bühne dann doch einigermaßen aus’m Quark kommt, ist hingegen keine große Überraschung, stehen die Dänen von D-A-D doch bereits seit über zwanzig Jahren für schweißtreibende Liveshows und mitreißenden Gute-Laune-Country-Metal/Rock – so auch heute. Schnell wird klar, dass sich die Songs vom neuen Album „dic.nii.landa.fter.dark“ ausgezeichnet zwischen Altbewährtem einreihen und mächtig Bierlaune machen. Blickfang ist wie immer 2-Saiten-Basser Stig Petersen, der zwischen allen Songs seine Langhölzer austauscht. Neben der bekannten Rakete gibt es mittlerweile eine (selbstredend beleuchtete) Cadillac-Heckflosse oder einen „Falschrum“-Bass (seht euch dazu unbedingt die Fotos von unserem „Doctor Picture“ Frank Tiemann an) Aber auch der Rest der Band ist bei bester Verfassung und sucht immer wieder den Draht zu den Fans. Ein ums andere Mal findet Sänger/Gitarrist Jesper Binzer den Weg ins Publikum oder kommuniziert in kauzigem Gedeutschel. „Stimmung jetzt“ fordert er z.B. und bekommt sie auch postwendend denn dass Hitfeuerwerk (u.a. Jihad, Point of View, Monster Philosophy, Riding with Sue, Grow or pay, etc.) kann mit zunehmender Spielzeit immer noch mal getoppt werden. Nach dem geilen neuen Oberohrwurm „I want what she’s got“ und dem Klassiker „Bad Craziness“ ist dann aber erstmal Finito. Die Jungs lassen sich jedoch nicht lang bitten und legen mit „The Place of the Heart“ und dem auch nach 23 Jahren immer noch oberfetten „Sleeping my Day away“ noch mal ordentlich nach. Während die Band ein zweites Mal von der Bildfläche verschwindet, wird im Publikum orakelt, was denn nun noch fehlt. „Ohne „Laugh ‚n a Half“ hau ich hier nicht ab“, raunzt mir mein Nebenmann noch ins Ohr und – tja, was soll ich sagen – er hat Glück. Als die, nur mit Akustischen bewaffneten Binzer-Brothers auf die Bretter zurückkommen, ist höchste Verzückung allerorten angesagt, denn die unverwüstlche Lagerfeuer-Ballade hat den meisten Zuschauer gerade noch gefehlt zum völligen Gück. Dann noch flott „After Dark“ und „schon“ ist Ende im Gelände. Was soll man da noch groß fazitieren? Geil wars – kommt gern wieder!
Ali & Frank
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