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A Black Winter's Night PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Heiner Steinbrink   
Freitag, 11. November 2011 um 20:00 Uhr
Konzerte mit einem Schwerpunkt auf reinem Black Metal sind in und um Osnabrück in der letzten Zeit rar gesät. Umso erfreulicher, dass Organisator OsnaMetal.de im Rahmen der Veranstaltung "A Black Winter's Night" die extremere Spielart des Metal unterstützt.

Zu dem frostigen Abend (das Wetter macht dem Titel alle Ehre) waren insgesamt vier Bands aus der Sparte geladen. Als Headliner gaben UNDER THAT SPELL einen ersten Live Einblick in ihr großartiges neues Album "Black.Sun.Zenith".

Leider war die Resonanz auf das Konzert sehr schwach, was auf jeden Fall nicht an dem fairen Eintrittspreis von 7,- EUR liegen konnte. Der Veranstaltungsort GZ Ziegenbrink war an diesem Abend nicht der frequentierteste Ort des Osnabrücker Nachtlebens.

Den Reigen begann die Band NEGATIVVM. Mit deutschen Texten erinnern die Recken aus Bielefeld in klareren Soundmomenten musikalisch an Black Metal der Marke Wolves in a Throne Room. Laut Band Homepage kommt das Debut am 16.11.2011 auf den Markt. Vom Publikum gabs verhaltenen Zuspruch.

Und dann wurde ein Keyboard aufgebaut. Für mich immer schon ein untrügliches Zeichen dafür, dass Unheil naht – und nicht im positiven Sinne. TRÄUMEN VON AURORA – ebenfalls aus Bielefeld - wurden als zweite Band auf die Bretter geschickt. Ambient Black Metal steht auf dem Flyer der Veranstaltung und das wurde auch geliefert. Nix für mich aber eine ordenliche Leistung der Musiker.

Nummer drei auf der Tagesordnung war im Anschluss wieder räudiger Black Metal mit 90er Charme. FALLEN TYRANT aus Darmstadt legten als einzige Band des Abends Corpsepaint auf und Militärkoppel um. Die Musik des Trios ging ordentlich nach vorne, Drummer "Sperrfeuer Heretic" (was für ein Pseudonym!) gab an der Schießbude alles. Derbe!

Nach einer kurzen Umbaupause enterten endlich die verdienten Headliner die Bühne. UNDER THAT SPELL gaben einen beeindruckenden Einblick in ihre schwarzmetallische Welt. Verglichen mit den vorherigen Bands spielten die fünf Mannen in einer völlig anderen Liga. Das merkte man nicht zuletzt an den epischen Gitarrenläufen und den druckvollen Drums. Frontmann Abyss versprühte zu jeder Zeit mächtig Charisma und ließ sich auch von den gelichteten Zuschauerreihen nicht aus der Ruhe bringen. Insbesondere die Songs vom neuen Album, das am 28. Oktober über War Anthem Records erschienen ist, zündeten von Beginn an. Allen voran sind hier "Zenith" und "I Set The Fire" zu nennen. Aber natürlich wurde auch Material vom Debutalbum "Apotheosis" nicht außen vor gelassen.

Insgesamt lieferten UNDER THAT SPELL einen hervorragenden und souveränen Auftritt ab, der in jedem Fall deutlich mehr Zuschauer verdient gehabt hätte. Die Jungs gehören auf eine größere Bühne. Abwarten, ob wir sie in 2012 wieder auf dem Party.San bewundern können.

Heiner


 

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