Wacken 2018 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Ali Welz   
Montag, 06. August 2018 um 00:00 Uhr

Wacken-Open-Air 2018

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„Als wir den Anker warfen, war es himmlische Ruh und die Sonne stand senkrecht am Himmel“. So heißt es in einer alten Achim Reichel Nummer.

 

Als bei Ankunft der HARD Radioshow-Crew am Donnerstagmorgen um 11:00 das Thermometer aber tatsächlich bereits die 30-Grad-Grenze überschritten hat, lassen wir uns im leicht außerhalb gelegenen Check-In zunächst mit Festivalbändchen, Cashless-Payment Carts und allerlei nützlichem (Trinkbeutel) und überflüssigem (‚Hämatom‘-Werbeheftchen) Gedöns versorgen und kommen nach kurzem Fahrtweg am Pressecampingplatz an. Unsere Spezis vom „Ballroom Hamburg“ sind bereits seit zwei Tagen vor Ort und haben unter Einsatz ihres Lebens dankenswerterweise Plätze freigehalten („Wacken is Kriech, Alda“) und so müssen jetzt nur noch die Wurfzelte aufgefloppt und in Position geworfen werden und schon steht dem ersten gut gekühlten Blechbrötchen nichts mehr im Weg.

Im Laufe des Tages wird es sich jedoch temperaturbedingt als sehr sinnvoll und fast gar nicht anders möglich erweisen, reines Saufi-Saufi gegen eine Bier-Wasser-Bier-Wasser-Strategie auszutauschen.

Um 14:30 stehe ich dann erstmalig seit 10 Jahren wieder im Infield des größten Metalfestivals der Welt und freue ich mich auf mein erstes Highlight: DOKKEN. Da muss erstmal ein Bier her. Bereits fünf Minuten später sieht die Sache allerdings schon ganz anders aus. Soeben ist der letzte Ton der eigentlich gottgleichen Nummer ‚Kiss of Death‘ verklungen. Leider wird sie jedoch von Don (wie alle folgenden Songs auch) so dermaßen zu Klump gesungen, dass einem ganz anders wird. Und überhaupt: wie sieht der eigentlich aus, ey!? Als Gründer und Namensgeber einer der wichtigsten und einflussreichsten 80er-Ami-Heavyrock-Bands (von der heuer neben Don nur Drummer Mick Brown übrig ist) kann man einfach nicht wie ein orientierungsloser Wolpertinger mit Schlapphut auf die Bühne gehen. Alles wird mit zugekniffenen Hintern eine Oktave tiefer gesungen und Stadion-Refrains wie von „Breaking the Chains“, „Alone again“ oder „In my Dreams“ verpuffen im Nichts. Und ja: die Setlist ist ein Traum, umso ärgerlicher ist das, was Mr. Dokken draus macht. Nee echt, geht gar nicht. Wasser.

Und weil man ja gerade so gut im Flow ist, denke ich so bei mir: „Dann is jetz auch egal. Guck ich mir halt direkt noch VINCE NEIL an“. In diesem Fall werde ich jedoch positiv überrascht. Der Ex-Mötley-Sänger ist bestens bei Stimme (nunja, er quakt halt wie immer) und gibt amtlich Gas. Das führt zwar dazu, dass der Gute bereits nach zwei Songs aussieht, wie ‘ne Grill-Krakauer kurz vorm Platzen, ändert allerdings nichts daran, dass die ausschließlich aus Mötley-Classics bestehende Setlist, vom Vinceling hochprofessionell performt wird und der Maestro auch nicht wie im vergangenen Jahr zwischenzeitlich für eine Viertelstunde von der Bühne geht. Das Publikum goutiert das bestgelaunt und mit ordentlich Spass inne Backen. Daumen hoch. Bier.

Da wir bis zu unserem nächsten Programmpunkt noch eine gute halbe Stunde Zeit haben, verkrümeln wir uns nach der Hitzeschlacht erst einmal in den Schatten. Bier perlt wie Sau! Und als wir gerade so in den Chillmodus verfallen, nähert sich die Walkaround Band BLAAS OF GLORY. „Weia“ denke ich zunächst. Die Hardrock-Standards im Dixie-Gewand (nein, nicht die Mobil-Klos) von AC/DC bis Van Halen machen jedoch unverhofft gute Laune. Wacken ist voll Karneval? Voll untrue? „Mag wohl. Schockt trotzdem“ denke ich… und stolpere fast über einen schwer havarierten, am Boden liegenden Bibo. Naja…

Bei Udo Dirkschneider und seinen Jungs kriegt man anschließend Solingenstahl wie man ihn erwartet. Bereits seit zwei Jahren tingelt die eigentliche U.D.O.-Band mega-erfolgreich unter der Firmierung DIRKSCHNEIDER durch die Lande und zockt dabei ausschließlich Songs von Udos ehemaligem Brötchengeber Accept. Vieles im heutigen Set ist gerade auf einem Festival wie dem W:O:A unerlässlich („Princess oft he Dawn“, „Metal Heart“, „Balls to the Wall“, …) aber es gibt auch glücklicherweise eher  Seltengespieltes auf die Ohren („Aiming high“, Russian Roulette“). Alles in allem eine sehr routinierte Show, der nach hinten raus allerdings die ein oder andere Vollgas-Gute-Laune Nummer wie „TV War“ oder „Burning“ sicher gut getan hätte. Pause. Wasser.

Zurück am Camp treffen wir dann den Rest der Gang wieder und man kann wunderschön beobachten, welch unheilvolle Wechselwirkung Sonne und Schnaps haben können. Bei Otti ist unterdessen aus „Hihihi“ ein „Haarrgh harrgh haarrgh“ geworden („… mit Gefüühl, schubiduuh, schütt ich mich heut‘ zuuuu…“) und auch ich merke, als ich schließlich in meinen Klappstuhl sinke, dass ich trotz Wasser und gerade mal vier Bier, ganz schön auf Sendung bin. „Egal“ denke ich, greife in die Eistruhe und ziehe eine eiskalte Büchse heraus. Nummer fünf lebt. Aber nicht mehr lange – hehe! Das darauf folgende Bier (6) wird mir dann von Brunni ‚serviert‘. Der lässt mir das Geschoss jedoch per Luftpost zukommen und aufgrund von glitschiger Beschaffenheit der Dose (Slippery when wet…?!) rutscht mir das Scheißding durch die Finger und detoniert an meiner Lippe. Na moin, sauberer Cut. Stilsicher wählt Otti aber sofort unter lautem Gelächter den nächsten Song aus. Hau mir doch bitte nich mehr auffe Lippe, box mir doch bitte nich mehr auf'n Mund rocken Torfrock aus den Boxen und die anderen müssen sich ordentlich abbücken. Ich kann leider nicht mitlachen, sonst fängt‘s wieder an zu bluten.

Unterdessen hat sich eine MadMax-eske Endzeitstimmung über das gesamte Gelände gelegt und die Besucher versuchen sich vielfach mit Staubmasken und Tüchern vor den unglaublichen Staubwolken zu schützen. Jedes Mal wenn eine der größeren Bands ihre Show beendet , setzt sich die Herde in Bewegung und das Bild, das sich einem bietet, hat tatsächlich etwas von der großen Wanderung der Gnus.

Laute Preist, Priest, Priest…!-Chöre ziehen über das Gelände und die Altherren lassen sich nicht lange bitten. Bei imposantem Licht und druckvoll-glasklarem Sound ist der Titelsong des aktuellen Albums ein perfekter Einstieg. Neben zwei weiteren Neulingen gibt es heute allerdings erneut keine Überraschungen im Set, was irgendwie schade ist, wenn man überlegt, dass die Metal-Gods ohne weiteres zwei bis drei komplette alternative Sets spielen und diese trotzdem durchgängig mit Hits füllen könnten. Sorry Jungs, aber das machen Maiden deutlich besser. Trotzdem natürlich grundsolide.

Nachdem uns der Lorenz am nächsten Morgen bereits gg. 7:30 unbarmherzig aus den Zelten gebrezelt hat, sitzen wir zu unverhältnismäßig früher Stunde beim Frühstück und Christian (wie immer stilecht in Sportfunktionsklamotten und Don-Dokken-Gedächtnisschlapphut) berichtet von seinem ersten Liveerlebnis mit Black Metal. Dieser GAAHL habe am Vorabend im Zelt verdammt schlechte Laune gehabt. Zumindest habe er so ausgesehen und so geklungen. Ein echter Miesepeter. Dann googelt er, warum der sich so schwarz weiß angepinselt hat. Während dessen schält sich Paddy aus seinem Zelt. Der arme Kerl ist in einem desolaten Gesamtzustand und sieht dabei aus, wie eine Mischung aus dem Ding aus dem See und Beatrix von Storch. Der Schnaps, der am Vorabend noch so lecker war und gutgetan hat, hat sich über Nacht zu einem verheerenden Feind in Paddys Körper verwandelt und sorgt dafür, dass sich unser stets gut gelaunter Juxmajor ausschließlich mit Lauten und wackeligen Gesten verständigen kann. Ein Bild des Jammers. Christian hat unterdessen die Lösung des Gaahl-Corpsepaint-Rätsels gegoogelt. „Das ist wegen der Mosquitos!“ meint er. Klaro.

Und wie wir uns so in den Tag grooven, beschließen wir kurzerhand, die mittägliche Show von AMORPHIS zu schwänzen, da die Temperaturen erneut weit über 30 Grad liegen und es einfach nicht denkbar erscheint, sich länger in die Sonne zu stellen, als nötig (Pinkelgänge sind das Äußerste). Während Doro unentwegt an ihrer ohnehin schon spärlichen Kleidung rumzupft nutze ich die gewonnene Zeit, um Mike zu erklären, warum Black Sabbath mit Tony Martin am geilsten waren (ich glaube, dass hat er bis heute nicht verstanden) und versuche Otti ein für alle Mal zu verklickern, dass die besten Van Halen-Scheiben nunmal von Sammy Hagar eingesungen wurden. Otti meint, er könne mir da ja gern zustimmen, nur dann hätten wir eben beide nicht Recht…

Sobald die Sonne in den Sinkflug geht, kommen alle Partyviehcher langsam auf Touren (Paddy nicht!) und die Stimmung ist selbst im Shuttle perfekt. „Ma‘ domma Mucke da vorne!“ ruft ein Fahrgast der betagten Fahrerin zu, die dem Wunsch gern nachkommt und kurzerhand den aktuellen Radiobeitrag auf 10 pegelt. Elton John kommt super an und die Ohoho ohohooooo-Stelle aus ‚I don’t want to go on with you like that‘ wird dankend angenommen bis der wackelnde Kleinbus schließlich am Gelände ankommt. Wacken halt...

Nach diversen Fleischspeisen im Wackingerdorf steht dann DORO auf dem Programm, die gleich zu Beginn zwei Warlock-Klassiker raushaut (‚I rule the Ruins‘ und ‚Burning the Witches‘). Fünf weitere lässt sie im Verlauf folgen. Die restlichen Songs sind jedoch ein wenig ungeschickt gewählt. Auch wenn für das Cover ‚Ballroom Blitz‘ die Sweet-Originale Andy Scott und Peter Lincoln auf der Bühne unterstützen, ist die Nummer einfach abgenudelt und strunzlangweilig. Auch die beiden tendenziell behäbigen  Johann Hegg-Duette nehmen der Show im Mittelteil viel Drive. Danach geht es mit zwei recht flachen Hymnen in den Schlussspurt (‚All for Metal‘, ‚We are the Metalheads‘) ehe nach dem immer wieder knackigen ‚All we are‘ mit einer weiteren vollkommen überflüssigen Version von Priests ‚Breaking the Law‘ Schluss gemacht wird. Überhaupt: eine grässliche Unart ist das, die ollen Schinken anderer immer und immer wieder runterzududeln, anstelle auf das eigene Portfolio zurückzugreifen.

An dieser Stelle seien weitere ´Showelemente‘ genannt, auf die bitte zukünftig zugunsten zusätzlicher Songs (ansonsten halt ersatzlos) verzichtet werden sollte: Solos (kotz-chronologisch: Keyboard/Orgel, Bass, Drums), Bandvorstellung, Jams, unnötiges In-die Länge-ziehen einzelner Songs, Mitsingspielchen, … ALLES ROTZE!

Während wir im Anschluss den Merchandise-Overkill genauer in Augenschein nehmen, stellen wir uns die Frage, warum es denn verdammt nochmal keine Running-Wild-Holzbeine zu erstehen gibt.

Dann ab zu NIGHTWISH. Die Finnen spielen heute mit dem üblichen Tamtam einen Best-Of-Set, der wenig Wünsche offen lässt. Besonders das ewig nicht gespielte ‚Gethsemané‘ ist eine echte Überraschung und es wird im Verlauf des Konzertes deutlich, dass mit Floor Janssen die mit Abstand geilste Sängerin im LineUp steht. Die Songs der Tarja- oder Annette-Ära werden mit deutlich mehr Druck gesungen und alles wirkt ein wenig, nunja, metallischer. Sehr cool.

Nach dem gestrigen Dokken-Flachköpper steht für mich der zweite essenzielle Act des Festivals an und ich habe ein bisschen Angst, dass es bei LEE AARON ähnlich lange Gesichter geben könnte, was sich jedoch als völlig unbegründet herausstellen soll. Das Zelt, in dem sich die Headbangers Stange befindet, ist ein Ungetüm gewaltigen Ausmaßes und daher nur entspannt gefüllt, was aber sicher auch daran liegen mag, dass zeitgleich die Rock’n Rölfe von Running Wild auf einer der Hauptbühnen herum seeräubern. Die Kanadierin hat offenbar richtig Bock und haut gleich zu Beginn ihren Megahit ‚Metal Queen‘ raus. Überhaupt, steht die Dame noch unfassbar gut im Strumpf und ist wahnsinnig gut bei Stimme. Jeder Ton sitzt perfekt wie ihre Leggins und die Band zaubert ihr einen Hammer-Sound auf die Bühne. Die Setlist ist zwischen alt und neu gut ausbalanciert und so stechen besonders die Ballade ‚Barely holding on‘ und die neue Gute-Laune-Nummer ‚American High‘ besonders hervor. Bei letztgenanntem schwooft sogar das Personal hinter der Theke. Geht aber auch nicht anders.

Jetzt sei aber „Schluss mit Bluesrock“ meint Sänger Hanno anschließend auf der Nebenbühne, denn MANTAR haben jede Menge „Stress und schlechte Laune im Gepäck“. Und tatsächlich. Das Duo, wie immer nur bestehend aus Sänger/Gitarrist Hanno sowie Drummer Erinc, beweist sich erneut als festivaltaugliches Abrisskommando. Überflüssig zu erwähnen, dass die Energie der Band besonders beim ganzheitlich mächtigen ‚Era Borealis‘ direkt aus dem Publikum zurückschwappt.

Auf dem Weg zum absoluten Hauptact des Festivals kommen wir an der Show von IN FLAMES vorbei, die einen Best-Of-Set aller erster Güte abfeuern. In Flames halt... aber auch wie immer halt.

Jetzt gilt es aber erst einmal, diverse Jäger-Energys mit Nahrung zu unterfüttern. Hörnchennudeln mit Käse, Pulled-Pork und Barbequesauce ist da sehr passend. Und zack, geht auch noch ein weiterer Jäger-E. rein. Man muss nur wollen.

Pünktlich um 01:45 (sic!) stehen dann die Neu-Superstars von GHOST auf der Bühne. Es dauert allerdings nicht lange, bis die anfängliche Begeisterung spürbar entschleunigt wird. Zu wenig Bühnenaction, zu dünnes Stimmchen des Herrn Forge alias Cardinal Copia, kein Bummbumm, kein Konfetti – da muss einfach showmäßig mehr kommen. Denn musikalisch sind Hits der Marke ‚Rats‘, ‚Square Hammer‘ oder ‚He is‘ natürlich über jeden Zweifel erhaben. Vielleicht haben GHOST aber auch gemacht, dass es unterdessen spürbar kühler geworden ist in Wacken?

Zurück am Camp treffen wir dann noch Thommy wieder, der das Festival mittags kurzzeitig verlassen musste, um beim Saison-Aufgalopp des HSV gegen Holstein Kiel am Volksparstadion musikalisch einzuheizen. Als JJ fragt, was ihm denn bitte für ein Gaahl über die Leber gelaufen ist, ahnt er schon, dass das am verpatzen Heimdebüt der Rothosen gelegen haben könnte. Kurzes, großes Huhahaa und dann ab ins Zelt.

Den nächsten Tag lassen wir erneut behutsam angehen und überlegen sorgsam, was der Drink des Tages werden könnte. Aha, Jackie-Cola soll‘s sein. Gute Wahl, denn man tau.

Am frühen Nachmittag packe ich mich dann Fanboy-mäßig in die erste Reihe und freue mich auf die High-Energy-Show von ERIK COHEN. Geit los: „Sind HSV Fans unter euch?“ lautet die Eröffnungsfrage. Selbstbewusst hebe ich die Hand und ernte dasselbe Pfeifkonzert, das der HSV am Vorabend aus den eigenen Reihen bekommen haben wird. Ungünstiger Auftakt. Egal. Ich beschließe jedoch, mich im Konzertverlauf mit mehr Bedacht zu äußern. Erik steigt mit ‚Fährwolf‘ vom neuen Album ein und bleibt sich im Anschluss mit ‚Kapitän‘ thematisch treu. Es dauert keine zwei Minuten, bis Erik wie ein Derwisch die Bühne verlässt und für den Rest des Konzertes auf einem vor der Bühne postierten Holzkasten oder  im Bühnengraben Gas gibt. Besonders cool die Securitys, die ihm ausdauernd und sehr geduldig das Mikrokabel hinterhertüdeln. Weiter geht’s mit ‚Schattenland‘ und ‚Englische Wochen‘ usw.usw. Geilgeilgeil!  Anschließend unterhalte ich mich noch mit diversen Leuten, die offenbar auf den Geschmack gekommen sind und als Neufans dazugewonnen werden konnten.

Ach ja, fast vergessen: vor Erik Cohen galt es noch THE CHARM THE FURY zu überstehen. Auch wenn vor der Bühne gut was los ist, ist der 08/15-Bollo-Metal der Holländer ein blöder Haufen Notenkacke. Da kann die schreiende Arschwackelelse arschwackeln wie sie will.

Anschließend könnte man sich direkt NIGHT DEMON anschauen. Machen wir aber nicht, weil wir die Amis für eine überhypte Durchschnittsband halten und gehen erstmal einen Zyklopenspieß essen.

Besser als bei The Charm … wird’s auch nicht, als wir nach unserem Ausflug  von der Fressmeile zurückkehren, auf Long Distance Calling warten und von SPOIL ENGINE direkt wieder aus dem Zelt geblasen werden. Wenn der liebe Gott wirklich gewollt hätte, dass diese Spaßvögel Musik machen, dann hätte er ihnen auch die Fertigkeit dazu mitgegeben. Hat er aber nunmal nicht. Eine musikalische Karre Mist. Schlimm.

Als das beknackte Gelärme vorbei ist, betreten LONG DISTANCE CALLING aus Münster die Bühne. Nie im Leben hätte ich gedacht, das die Instrumentalsongs zwischen Post-Irgendwas, Ambient und Spät-Pink-Floyd auf einem Festival wie dem W:O:A funktionieren können aber mein lieber Scholli, die Jungs haben eine ungeheure Strahlkraft auf der Bühne und nehmen das Publikum voll mit, das die Performance seinerseits mit lautem Beifall quittiert.

Zurück am Camp halten wir es für sinnvoll, nochmal mit Jackie-Cola nachzutanken. Ist aber auch echt unglaublich lauschig. Die Temperaturen sind mittlerweile bei ca. 26 Grad sehr angenehm, die Sonne verliert an Höhe und die Camp-Musik ist gut. Gegen 20h treten wir dann leicht angebrütet den letzten Marsch Richtung Gelände an.

Die Erwartungen an die wiedervereinten HELLOWEEN sind bei denjenigen, die die Kürbisköppe im Rahmen ihrer Pumpkins United-Tour nicht live gesehen haben riesig. Zu Recht, wie alle bestätigen können, die bereits dabei waren. Wie schon bei den Hallenshows sind Sound und Licht perfekt und die Setlist ein Traum. Es wird munter zwischen alt und neu bzw. den Sängern Andi und Michi gewechselt und nach etwa einer Stunde werden die Hansen-Songs aus der Frühphase der Band im Block abgefeuert wobei die Speedkurve von Song zu Song angezogen wird. Zusätzlich haben die Hamburger heute die Reunion-Single ‚Pumpkins United‘ im Programm, welche sich nahtlos in den Klassiker-Reigen einreiht. Nur eine Bitte: grundsätzlich liebe ich Spontaneität auf der Bühne. Dazu müssen die handelnden Personen allerdings auch zwingend spontan SEIN. Da das jedoch weder auf Kiske noch auf Deris zutrifft, kann ich der Band nur empfehlenden, andere Mitmusiker durchs Programm führen zu lassen, Ansagen zu streichen oder von mir aus auch vorzubereiten. So hat das jedoch etwas von Schul-Aula oder einer Hochzeitsrede des aufgeregten Braut-Opas.

Leider muss ich frühzeitig weg, denn ich will mir auf keinen Fall BONFIRE als Abschluss entgehen lassen. Ja, Lessmann ist immer noch weg. Isso. Macht aber auch nix (mehr) denn Neu-Sänger Alexx Stahl ist gesanglich und showmäßig schwer auf zack! Der insgesamt neun Songs umfassende Gig besteht zu zwei Drittel aus dem Erfolgsmaterial des Fireworks-Albums und wird flankiert von ‚Sword and Stone‘, ‚Don’t touch the Light‘ und natürlich ‚S.D.I.‘.  Das macht auf jeden Fall Bock auf die anstehende Bonfrie and Friends Tour und ist ein würdiger Festival-Abschluss.

Ali Welz, HARD Radioshow

 

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