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Vainstream 2018 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Kathrin Boven   
Montag, 02. Juli 2018 um 00:00 Uhr

Vainstream Rockfest 2018

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28°C und strahlender Sonnenschein – das versprach schon vorab perfektes Vainstream-Wetter. Und so wurden wir auch nicht enttäuscht!

Bereits um halb zwölf mittags wurde man am Hawerkamp in Münster von einer langen Menschenschlange erwartet, die aber dank guter Orga am Einlaß überraschend zügig abgearbeitet wurde, sodaß dem Vergnügen nicht mehr viel im Wege stand – bis auf die bereits zahlreich erschienenen Gäste, die vor allem vor den beiden Hauptbühnen zu Bury Tomorrow und danach Neck Deep schon einen dichten Pulk bildeten.

 

Gerade die Waliser von Neck Deep brachten auffallend Schwung in das Gemenge. Unbeschwerter College-Punk, der stark an die Anfänge von Sum41 erinnerte, lockerte die Szenerie nach den vorherigen Metalcore-Bands etwas auf und bereitete den Boden für den ersten Abriß des Tages, den Vainstream-Dauergast Silverstein bescherte.
Mit authentischer Begeisterung über die Fanmassen und hoher Spielfreude rissen die Kanadier die Menge mit, ein riesen Moshpit und zahllose Crowdsurfer rundeten einen gelungenen Auftritt ab. Nicht zuletzt durfte ich mich über das Plektrum freuen, das der Gitarrist ins Publikum warf und welches zu meinen Füßen landete. Yay!

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Mittlerweile von den ersten Bands und der Mittagssonne etwas erschöpft, beschlossen wir, das Areal zu erkunden. Im Vorfeld wurde bereits mit dem Coconut-Beach geworben, einer Strandbar, die an das Festivalgelände angeschlossen sein würde. Die (eher mangelhafte) Beschilderung war allerdings wenig hilfreich, erst auf Nachfrage bei den Sicherheitsleuten erfuhren wir den Weg (rechts am Notausgang an der rechten Hauptbühne vorbei). Natürlich war die Pool-Area gerade bei den Temperaturen gut gefüllt, aber dennoch bot sich die Möglichkeit, sich einmal eine Weile hinzusetzen und Füße, Kopf oder gleich den ganzen Körper im Wasserbecken zu kühlen.

 

War ich mir vorab nicht sicher, ob ein Rockfestival solchen Schnickschnack mit Schirmchendrinks und Sandkasten braucht, bin ich im Nachhinein doch ganz dankbar über die Gelegenheit zur Erfrischung, zumal die Erweiterung des Geländes das Gedränge etwas entzerren konnte. Hierbei fiel mir auch positiv auf, daß die Food-und-Merch-Area nicht mehr wie beim letzten Mal quasi abgeschlossen und nur vom Haupteingang, sondern jetzt auch aus Richtung der Side Stage zugänglich war – auch hier hat man sich offensichtlich Gedanken gemacht, um die Zuschauerströme besser zu verteilen.

Nach dem stärkenden Pool- und Futter-Intermezzo ging für uns die Party weiter. Sondaschule hatten wir leider irgendwie verpaßt und damit auch die kleine Überraschung des Tages in Person von Ingo „Donot“ Knollmann, der, wie wir im Nachhinein erfuhren, für einen Song mit auf die Bühne kam.
Dafür standen wir zu Asking Alexandria in den Startlöchern. Letztere hatten wir vor einigen Jahren in Oberhausen gesehen und waren damals etwas enttäuscht von einem lustlosen Auftritt der Briten. Leider konnte uns auch der diesjährige Gig auf dem Vainstream nicht wirklich begeistern – der Funke wollte nicht so recht überspringen, obwohl es an professionellem Spiel sowie Licht- und Nebeleffekten nicht mangelte.

Vainstream 2018 3Egal, Schulterzucken, noch eben ein Bier holen, und rüber zu Enter Shikari. Diese Band, so muß ich gestehen, kannte ich vorher nur vom Namen her – und von der Vorstellung, es sei eine der zig Teenie-Emocore-Kapellen. Weit gefehlt! Vielleicht auch aufgrund meiner niedrigen Erwartungshaltung konnte ich mich auf die ungewöhnliche Mischung aus Post-Hardcore und Dubstep umso besser einlassen. Eine dieser Bands, von denen man sich vermutlich niemals eine Platte kaufen würde (oder höchstens, um sie dann nie zu hören), aber die man auf einem Festival gut mitnehmen kann, da sie live einfach Spaß macht und auch optisch mit den an 60er-Jahre-Beat-Gruppen erinnernden Instrumenten und Outfits ganz witzig daherkommt.


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Nicht nur optisch, sondern auch musikalisch boten anschließend an der Side Stage Kadavar aus Berlin einen authentischen Einblick in den guten alten 70er-Jahre-Schlaghosen-Stoner-Rock, der aber nicht angestaubt, sondern topaktuell klingt. Großartige Stimmung, großartige Leute, großartige Musik – die Nebenbühne hatte an diesem Tag wahrscheinlich noch nie so viele Besucher gesehen. Einziges Manko war für mich persönlich der etwas verwaschene Sound, der zwar von der Band im Sinne der Originalität auch teilweise so gewollt ist, aber im Nachgang noch lange in den Ohren klingelte.
  

Auf der Lonsdale-Stage ging es inzwischen mit der diesjährigen Lineup-Kuriosität, dem Rapper Casper, weiter. Erneut zeigte sich, daß die Festival-Macher hier durchaus ein gutes Händchen haben, denn das Publikum, das sich bereits vielfach für den überraschenden Headliner Beatsteaks positioniert hatte, ging begeistert und textsicher mit. Nachdem Casper mit seinem massentauglichen Deutsch-Rap-Pop einen furiosen Auftritt hingelegt und die Vorfreude auf die ebenfalls sehr massentauglichen Beatsteaks gesteigert hatte, hatten es Bullet For My Valentine, die dazwischen auf der EMP-Stage spielten, nicht ganz so einfach, aber auch hier gelang ein routiniert guter Gig, der auch einfach deshalb funktionierte, weil man sich beim Vainstream kennt und weiß, was man bekommt.

 

Für die Beatsteaks war es uns schließlich aber zu voll im Bühnenbereich, sodaß wir es vorzogen, den Abend in angenehmer Hörweite, aber sitzend in einem der mittlerweile freien Liegestühle an einer der Bierbuden ausklingen zu lassen. Hit folgte auf Hit, wir konnten aus der Distanz erahnen, wie der Mob vor der Bühne tobte.

 

Mit ca. 16.000 Besuchern erlebte das diesjährige Vainstream einen neuen Besucherrekord. Neuerungen in der Geländegestaltung sorgten allerdings dafür, daß sich die Masse etwas besser entzerrte. Allgemein empfand ich die Stimmung als sehr aufgeschlossen, fröhlich und auffallend rücksichtsvoll auch in den Pits.


Es mehren sich jedoch auch in den Medien und sozialen Netzwerken die Stimmen, die das Becherkonzept (Einwegbecher als Plastik) stark kritisieren. Mir ist zwar klar, daß ein Pfandbechersystem einen weitaus höheren logistischen und organisatorischen Aufwand mit sich bringt, aber auf der anderen Seite ist es meiner Ansicht nach von seiten der Veranstalter absurd, sich einerseits z.B. mit einem Infostand der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd zu schmücken, gleichzeitig aber Tonnen an Plastikmüll zu produzieren. Wegwerfbecher sind nicht mehr zeitgemäß. Punkt.

 

Ich bin gespannt, ob sich hier für das kommende Jahr etwas ändert (kleiner Hinweis: der Vorverkauf für das Vainstream 2019 beginnt am 06.07.2018); die positive Erfahrung in diesem Jahr nach erfolgten Optimierungen bezüglich Gelände und Orga läßt mich da jedoch hoffen.

Ich bin jedenfalls wieder dabei – rock on! ;-)

 

 

 

Kommentare  

 
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