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Rock Hard Festival 2017 PDF Drucken E-Mail

Rock Hard Festival 2017
(Pfingsten) Amphitheater Gelsenkirchen

Auch in diesem Jahr sind Andrea, Christian, Martin und ich (Frank) wieder zum Rock Hard Festival in Gelsenkirchen gepilgert.

Die Bandauswahl wurde gemischt aufgenommen (dazu später mehr) aber wir hatten noch richtig Glück mit dem Wetter. Es schüttete in den Nachbarorten aber im Amphitheater gab es nur ein paar kleinere Schauer.

Andrea und ich sind Freitagnachmittag in Gelsenkirchen aufgeschlagen und mit The Dead Daisies ins Festival gestartet. Ich mag die Allstar-Band auf Platte fand sie aber live noch besser. Das einzige Problem ist, dass sie zu viele Cover Songs in die Setlist aufgenommen haben (Fortunate son, Helter Skelter...). Trotzdem geiler Hardrock und perfekt für Festivals . Auf Candlemass war ich echt gespannt, da ich sie auch schon mit Messiah Marcolin gesehen habe. Mats Levén hat seine Sache gut gemacht und die Band war tight, wenn auch etwas rockiger als früher. Trotzdem konnte man sich an alten Songs wie Bewitched, Solitude, usw. erfreuen. Die Stimmung war gut wenn auch noch nicht überschwänglich.

Das sollte sich bei den Blues Pills nicht wirklich ändern. Ich persönlich mag die Band sehr gerne, aber einige Kollegen und Besucher, wie auch ich, haben die Band nicht als Headliner für ein Metal Open Air gesehen. Das liegt aber ganz gewiss nicht an Elin´s Stimme oder am Können der Band. High Class Women ist ein ganz starker Song und beim Cover Somebody to love ging es auch nochmal gut ab im Rund aber einige Besucher hätten gerne eine Metal Band und keine Blues Rock Band als Headliner gesehen. Egal, mir hat´s gefallen. So schnell noch 1 bis 2 Bier vertilgt und dann ab in Partyzelt. Nach weiteren 1-2 Bier rief dann aber doch das Bett.

Am nächsten Morgen haben wir so ausgiebig das Frühstück und das erste Bierchen genossen, dass ich erst bei Skyclad im Amphitheater aufgeschlagen bin. Monument und Ketzer sollen aber laut Aussage von Freunden richtig gut gewesen sein. Martin hat auch The Night Flight Orchestra ordentlich abgefeiert. Skyclad ohne Geigerin (kurzfristiger Ausfall) sind schon etwas komisch. Es rockt ganz ordentlich aber der Folkanteil war ohne Geige recht weit runtergefahren. Ich liebe die alten Songs wie Penny Dreadful oder Spinning Jenny, hatte auch Spaß, habe aber doch die Geige vermisst. Jetzt kamen endlich auch die Death Metal Fans auf ihre Kosten, mit Asphyx waltze sich das erste größere Abrisskomando durch das Rund. Vor der Bühne bildet sich der erste große Moshpit und die Nackenschmerzen für den nächsten Tag waren nach Death the brutal way, The rack .. schon mal gebucht. Martin van Drunen forderte das Rund noch auf mit "Bedacht" zu trinken, was der Schreiber und viele andere Besucher auch taten (hä, hä..).

Exodus, bei denen leider Gary Holt fehlte, konnten die Stimmung sofort aufnehmen und feuerten uns Granaten wie Bonded by blood, Blacklist und zum Schluss Strike of the Beast um die Ohren. Nach einer kurzen Verschnaufpause gab es dann Heavy Rock zum mitgröhlen und feiern. DAD waren mal wieder auf dem Festival und haben die Stimmung , wie immer, am oberen Level gehalten. Das riesige Sofa auf der Bühne war genauso ein Hingucker wie Stig Perdersen am 2seitigen Bass. Für mich mit Sleeping my day away und anderen Gute-Laune-Hymnen eines der Highlights des Festivals. Mit Behemoth konnte ich danach nicht wirklich viel anfangen. Ich hatte auf eine riesen Show gehofft, wurde diesbezüglich aber nicht zufrieden gestellt. Nach den 3 Bands vorm Headliner war bei mir und einigen anderen Besuchern, aber auch etwas die Luft raus. Heute gab es noch 2-3 Bier im Partyzelt, dann musste ich aber zum Unmut meiner Frau die Segel streichen und ins Bett. Christian und Martin haben die Crew der Hard Radioshow aber noch würdig vertreten.

Sonntag waren wir schon zu Night Demon auf dem Gelände, leider war der Einlass etwas unglücklich organisiert oder man hatte nicht mit einem solchen Andrang gerechnet, sodass die Zuschauer erst Mitte das Konzertes im Rund waren. Diese, wie auch die Glücklichen die es vorher geschafft haben, wurden aber für die Mühe belohnt. Songs wie Screams in the night oder Black Widow sind aber auch erstklassige Metal Hymnen und können einem nur ein Grinsen ins Gesicht zaubern und die Arme gen Himmel strecken lassen. Das Maiden Cover Wasted years beendete dann ein weiteres Highlight des Festivals. Vielleicht wären DAD, Dirkschneider oder Night Demon besser als Freitags-Headliner aufgetreten.

Darüber haben wir noch ausgiebig im gemütlichen Biergarten des Nordstern Parks diskutiert, wodurch wir erst wieder zum Ende von Demon auf dem Gelände waren. Don´t break the circle konnten wir aber noch lautstark mitsingen. Der Auftritt soll richtig gut gewesen sein. Dann kam Ross the Boss, auf den unzählige Besucher gewartet haben. Die Songauswahl der alten Manowar Klassiker war mit Kill with Power, Battle Hymn, Hail and Kill.. natürlich großartig aber ich fand die Band nicht richtig tight und auch der neue Sänger hatte ein paar Hänger. Der Mehrheit der Zuschauer war das aber sch.. egal und so hörte man die Chöre laut durchs Amphitheater. Nach dem Auftritt sah ich auch einige gerührte Metaller zur Bierbude wandern. Fazit: Es muss wohl trotz der Problemchen großartig gewesen sein! Mit Fates Warning folge der obligatorische Prog Part auf dem Rock Hard Festival. Einige Fans mussten nach Ross the Boss erst einmal Kraft und Bier tanken aber die verbliebenen Fans feierten die Band ordentlich ab. Ich habe mir die Band im sitzen angeschaut und einige Perlen wie Monument oder Point of view genossen.

Bei Dirkschneider waren die Ränge wieder prall gefüllt und an sitzen war auch nicht mehr zu denken. Udo war unheimlich gut bei Stimme und auch die Begleitband hatte einen guten Tag. Es wurde gepost und gebangt was dann auch umgehend von den Fans übernommen wurde. Songs wie Princess of the dawn, Metal Heart und fast as a shark wurden lauthals mitgesungen und auch sonst war die Stimmung prächtig; das nächste Highlight! Eigentlich wollte UDO ja nur ein paar Konzerte mit dem Accept Material der Frühphase geben, aber ich denke bei der Stimmung und auch den Verdienstmöglichkeiten könnte es noch einige Shows geben.

Festivals mit Opeth der letzten Jahre sind immer so eine Sache... Ich persönlich bin ja ein riesen Fan der älteren Scheiben, habe aber mit den letzte 3 Tonträgern auch so meine Schwierigkeiten. In dieser Erwartung hatten einige Besucher mehr Bock auf Feiern und Saufen und wollten sich am letzten Abend nicht noch anspruchsvoller progressiver Musik hingeben. Die Songauswahl war aber richtig gut (Sorceress, Demon of the fall, Damnation...) und die Stimmung nahm auch minütlich zu, aber auch Opeth hatten es nicht leicht als Headliner. Bei den älteren Songs wurde amtlich gebangt und nach dem letzten Song Deliverance waren ich und ein Großteil der Zuschauer glücklich und zufrieden.

Insgesamt wieder eine runde Sache mit größtenteils guten bis sehr guten Bands, guter Stimmung und super Wetter. Die drei Headliner sind aber auch meiner Meinung nach nicht perfekt ausgewählt worden obwohl ich persönlich die Bandauswahl im Vorfeld super fand. Wir freuen uns aufs nächste Jahr!!


Bericht: Frank


Fotos vom RHF 2017!

 

 

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