Hütte Rockt 2016 Drucken
Geschrieben von: Dennis und Kathrin   
Samstag, 27. August 2016 um 00:00 Uhr

Hütte Rockt Festival 2016

10 Jahre und wir werden immer lauter!

+ Interview mit Enfeeble!


Das Hütte Rockt hat an seinem 10. Geburtstag einen Zuschauerrekord von 3.800 Besuchern aufgestellt, kein Wunder, denn das Ticket kostete nur roundabout 28€ plus 5€ Campingzulage. Dafür wurden uns 23 Bands plus Aftershows mit DJ geboten. Auch sonst waren die Preise mehr als günstig. Das Glas Gerstensaft kostete nur 2,50 (ok, bei dem ersten noch ein Euro Pfand extra, aber egal). Die übrige Verpflegung (Döner, Pizza, Pommes und Asia-Nudeln) hatten normale Festival-/Kirmespreise. Die sanitäre Situation war für ein Festival, wie immer, absolut top. Auch wenn es auf dem Campingground keine Duschen gab (duschen ist kein Metal),wären diese bei den traumhaften Sommertemperaturen doch ganz nett gewesen.

Das Publikum reichte von Kindern bis zu Rentnern, vom HipHopper bis zum Metalhead, ein echt bunter Haufen. Nach einem Blick auf den Parkplatz kamen die meisten Gäste zwar aus Osnabrück und Umgebung, doch auch diverse Kennzeichen aus dem Emsland wurden gesichtet.

Kommen wir mal zu dem musikalischen Teil, klar, Headliner wie „Jupiter Jones“, „Liedfett“ oder die „Donots“ (sie kommen zwar aus Ibbenbüren, aber im Interview verrieten sie, daß sie von dem Festival noch nie gehört hatten…) sind bekannt, da braucht man nicht so viel zu schreiben. Das Charmante sind die „kleineren“ Acts, wie zum Beispiel unsere erste Band am Freitag, „Enfeeble“. Leider hatten die Jungs keinen so günstigen Slot erwischt, freitags nachmittags um 17:00. Metal bei strahlendem Sonnenschein brachte noch nicht so viele Fans aus ihren Campingstühlen, was ihre Spielfreude in keiner Weise trübte. Bei Songs wie „Peripetia“ oder „Mistress“ wurde der kleinen Menge richtig Dampf gemacht. Selbst unsere Kollegin Kathrin war am tanzen und das nicht nur aus Bruderliebe, dafür hatte sie den Jungs dann später im Interview eingeheizt (mehr dazu hier).

Als Headliner des Tages waren „Jupiter Jones“ gesetzt, eine Band die gewisse Charterfolge verbuchen konnte, aber für uns eher belanglos waren. Das einzig interessante, was die Band zu bieten, hatte war eine Surfeinlage auf einem richtigen Surfbrett, war von der Bierbude aus nett anzusehen.

Richtig Stimmung dagegen kam im Anschluß bei den Jungs von „Knallfrosch Elektro“ auf, die mit ihrer Crossover-Mischung aus Rock, Metal, HipHop und Konfetti-Regen absolut überzeugt haben. Es war wirklich eine „Hymne für den Frosch“, auch wenn es eine Tatsache ist, „So dumm kommen wir nicht mehr zusammen“, brachte jeder Song die Menge zum Springen, Tanzen und Feiern.

Danach ging es dann gut gelaunt ins Partyzelt, um sich bei ein oder zwei Kaltgetränken auf den nächsten Tag einzustimmen.

Ach jeden, wie es beim Hütte Rockt üblich ist, spielen in den Umbaupausen immer die Hannoveraner „Wohnraumhelden“ mit ihrer gewohnt sarkastisch, ironisch und bitterbösen Show auf. Sie sind halt eine „Perle der Natur“.

Leider war es am Samstag dann doch so heiß, daß man sich viele Bands nur aus der schattigen Distanz seines Campingstuhls angehört hat, um für die Donots fit zu bleiben (es hörte sich aber alles gut an). Um 21:00 war es dann so weit, Donots on Stage und die Menge freute sich. Klar, denn bei Songs wie „Dead Man Walking“ oder „Whatever happened to the 80s“ wurde natürlich gefeiert, mindestens genauso wie bei ihren großartigen Coversongs, wie zum Beispiel „Westerland“ (Die Ärzte) oder auch auch „We´re not gonna take it (Twisted Sister). Es war auf jeden Fall ein großartiger Abschluß für einen 10ten Geburtstag, auch wenn es am Ende zu einem Abbruch kam, wegen (angeblicher) Unwetter. Ok, in Osna war es wohl schlimm, aber in Hütte hatten wir nur drei Tropfen und konnten in der Ferne Blitze bewundern.

Alles in allem ein, wieder mal, gelungenes Festival. Unseren herzlichen Dank an den Hütte Rock Verein und seine sensationelle Arbeit. Wir freuen uns jetzt schon auf den 11ten Geburtstag. Bis nächsten Jahr

Dennis und Kathrin


 

Interview mit Enfeebleenfeeble 1
Hütte Rockt Festival, 26.08.2016

 


Interviewer: Kathrin Boven
Band: Baal Stafflage, git
Klaus Boven, eb
Lucas Brinker, voc
Julian Tönjes, dr

 

Kathrin:
Mein Name ist Kathrin Boven, ich begrüße gerade Enfeeble. Ich habe hier den Baal, den Klaus, den Luke und…

Julian:
…Julian!

Kathrin:
Julian, genau: Neuer Drummer am Start!
Wir haben gerade den Gig auf dem Hütte Rockt hinter uns und wir freuen uns gerade, die Band begrüßen zu dürfen. Ja, erzählt doch erst mal ein bißchen über euch, wie habt ihr zusammengefunden und wie überhaupt?

Klaus:
Mittwoch. (lacht)

Baal:
Also, das war letztens, letztens 2005… wir haben doch jetzt gerade 2006, oder?
Auf jeden Fall gracias, mir wurde gerade ein Energy geöffnet auf jeden Fall habe ich damals mit einem unwichtigen Schlagzeuger, öhm, höchst professionell Musik gemacht, dann haben wir Lucas in der Schulband gesehen, wie er „How you remind me“ und „Steh auf“ von den Toten Hosen, oder?.

Lucas:
ich glaube…

Baal:
…ja, hat er gespielt, und das war ÜBER! Also damals war ich unglaublich kacke an der Gitarre (also hat sich nicht viel getan seitdem), auf jeden Fall haben wir dann zusammen geprobt und dann nach ganz, ganz vielen Wechseln von Schlagzeugern, Bassisten, Frauen…

enfeeble 2Klaus:
…Koks…

Baal:
…ja, Koks auch…

Klaus:
…diverse Drogen…

Baal:
…ja, n paar Drogen waren…

Passant: ENFEEBLE!


Baal:
Der kannte unseren Namen!

Klaus:
Geilster Typ!

Baal:
…auf jeden Fall haben wir dann Klaus dazubekommen.

Klaus:
Aus Not.

Baal:
Ja, wir hatten so nen komischen Schlagzeuger, wir brauchten jemanden, der mit unserem Schlagzeuger klarkommt, und Klaus war mit ihm befreundet, also führte eins zum anderen. Und Julian ist jetzt jüngst dabei, weil Christopher aus privaten Gründen nicht mehr mitmachen konnte. Wir sind wirklich im Guten auseinandergegangen, wir haben uns immer noch lieb, wir haben auch immer noch Geschlechtsverkehr miteinander,

Klaus:
Mit Vaseline aber!

Baal:
Ohne, mit Christopher können wir schon ohne, deswegen…

Klaus:
Aber Kondome benutzen wir jetzt, weil ist ja nicht mehr bandintern.

Baal:
Und Julian ist jetzt seit Anfang Juni, ne?

Julian:
Ende Mai, Anfang Juni, joa…

Baal:
Seitdem ist Julian bei uns dabei, dann haben Julian und ich uns mehr oder weniger eingeschlossen im Proberaum und das Set geübt, damit wir für heute fit sind. Leider Gottes hatten wir über diese Zeit extremst viele Giganfragen mit coolen Bands, die wir dann leider nicht machen konnten, weil wir nun mal nicht spielen konnten. Aber jetzt läuft das alles wieder, jetzt sind wir voll drin, er und ich schreiben auch ganz viele Songs, weil Lucas und Klaus halt studieren und deswegen nicht so oft dabei sind, aber wenn wir zusammen sind, dann schreiben auch alle zusammen Songs und haben uns lieb. Ja, das ist a brief history of Enfeeble gewesen!

Kathrin:
Ihr habt ja „Momentum of Tranquility“ jetzt neu aufgelegt über STF Records, könnt ihr uns kurz die Hintergründe darüber erläutern?

Lucas:
Ich weiß gar nicht mehr, ob das so richtig ist, wie ich das jetzt sage, wir haben auf jeden Fall zu diesem „Momentum of Tranquility“ damals, also letztes Jahr, eine Promo gestartet über Carry Coal, ne, joa, eigentlich professionelle Promofirma…

Klaus:
Ja, geht so, ne.

Lucas:
Die haben uns dann quasi auch weitervermittelt nach Rußland und Großbritannien und so was. Und aus Rußland kam dann so’n Typ, der uns geschrieben hat, „hey, soll ich ein bißchen Werbung machen für euch in Rußland für 20 Euro mit Counts“ oder sowat, keine Ahnung, und äh, ja, hat er dann gemacht, und er hat dann quasi über Rußland mit STF Verbindung aufgenommen. Und wir haben dann damals die ersten Mails mit STF auf Englisch geschrieben, weil die dachten, daß wir nur Englisch können, weil der Kontakt über Rußland hergestellt wurde. Und irgendwann haben wir dann festgestellt, daß STF, so wie wir, beide aus Deutschland kommen.

Julian:
Weil Gaby ist gar kein russischer Name.

Klaus:
Und Kaufmann auch nicht.

Lucas:
Ja, Kaufmann ist kein russischer Name, genau. Ja, und die fanden unsere Platte halt ziemlich gut, was die uns da so geschickt haben, äh, was der Russe da so hingeschickt hat, das fanden die gut. Und dann haben wir halt mit denen gesprochen und die haben uns eingeladen, sollen mal vorbeikommen, und dann sind Baal und ich da hingefahren, schön nach Hessen – ach nee, Thüringen. Da haben wir uns auch sehr gut verstanden, direkt den Koffer mit 2 Millionen mitgenommen…

Klaus:
…leider auch direkt verpraßt, daher sind wir immer noch scheißen arm…

Lucas:
Naja, auf jeden Fall sind wir dann noch mal zu viert da hingefahren und haben halt klargemacht, daß wir unser Album noch mal re-releasen wollen über STF. Ne Alternative wäre gewesen, erst das dritte Album rauszubringen, das wäre aber halt erst nächstes Jahr höchstwahrscheinlich dann geworden.

Kathrin:
Da war noch nicht so viel auf Lager irgendwie?

Lucas:
Nee nee, genau. Mit der Promo, die wir über Carry Coal gemacht haben, ist nicht so viel bei rausgekommen eigentlich. Ein paar Reviews, aber…

Baal:
Wenn man sich als, ähm, als, ja ich wollte schon sagen, Local Band, also als nicht gesignte Band, als ungesignte Band (so nennt man das ja professionell), wenn man sich da überall quasi bewirbt bei den Zeitschriften so von wegen „mustert uns mal“, dann gucken die in ihre Kartei, „wer macht das umsonst, wen mögen wir nicht“ – und das war, zum Beispiel, wir wurden bei Metal Hammer oder Legacy, ich weiß es gar nicht mehr, wurden wir von jemandem rezensiert, der ausschließlich Oldschool Death Metal hört. Der hat uns natürlich mega zerrissen. Und man kommt dann zusätzlich natürlich immer nur in die Demo-Sparte, man kommt nie wirklich, ich sage mal, zu den großen Bands bzw. jetzt beim Legacy in den farbigen Teil, es gibt da noch einen schwarz-weißen, soviel ich´weiß, früher war es komplett schwarz-weiß, und jetzt ist es so, alles in Farbe und schwarz-weiß sind dann so, da guckt sowieso keiner mehr hin, weil – was interessiert mich Band XY. Ganz ehrlich, wenn ich ne Zeitschrift lese wie Legacy oder Metal Hammer, RockHard, whatever, dann lese ich mir auch nicht jede Review durch von… „hier ist Band XY, kommt gerade aus der Schule und hat ´n Album aufgenommen, haben die zuhause aufgenommen“ – spätestens da würde ich schon aufhören und sagen, nee du, ganz ehrlich, keinen Bock. Na und jetzt durch STF haben wir halt, sagen wir erstmal, wir sind gesignt, was immer cooler ist, zu sagen: „wir sind gesignt.“

Klaus:
Weil wir sind jetzt auch berühmt.

Baal:
Ja, natürlich, also wir haben jetzt auch schon wieder die Billion bekommen, wie ich gerade schon gesagt habe, das Problem ist, das Label ist zu nah am Osten, wir fahren dann immer nach Polen und zack, das Geld weg. Koks und Nutten kosten auch in Polen in der Menge ziemlich viel Geld.

Klaus:
Die Masse macht’s. Quantität geht über Qualität.

Baal:
Aber dadurch haben wir jetzt, kommen wir in die Zeitschriften, sage ich mal, schon in die „Hey, guckt doch mal drauf“, dann ist das vielleicht jemand, der in der Zeitschrift 10 Euro pro Review verdient. Aber immer noch besser als der Oldschool Death Metaller, der uns dann hört, sondern dann ist das auch wirklich so „hey, du hörst doch ungefähr so ne Mucke, hör dir das mal an“. Das ist dann schon ein bißchen cooler.

Kathrin:
Wo wir gerade dabei sind, nach Osten fahren, Koks und Nutten – gibt’s Skandale, über die ihr uns schon berichten könnt?

<Alle vier lachen lauthals.>

Klaus:
Ja, ich, ich, ich hab einen kleinen Teddybär getreten, das war schon ziemlich nicht so cool. Es ist… nein, eigentlich sind wir ziemlich lieb. Was die Lache jetzt nicht so hergibt, aber…

Julian:
Der einzige Skandal ist, daß man uns nicht ernstnehmen kann eigentlich.

Klaus:
Ja, das ist das Problem!


Julian:
Also mit der Musik schon, aber...

Baal:
Ich wollte gerade sagen, das Problem ist, wir haben diese Kontroversität (nennt man das so?), daß wir, wenn wir nicht auf der Bühne stehen – obwohl, wenn wir auf der Bühne stehen, bauen wir auch Scheiße. Aber es ist, wir wollen, wir machen ernste Musik, wir sind jetzt nicht Eskimo Callboy, die über Drogen, Nutten, Saufen singen. Wir reden zwar sehr viel drüber, wie man vielleicht gerade gemerkt hat – aber wir probieren, ernste Musik zu machen, aber doch menschlich zu bleiben. Weil jeder Mensch ist auch… natürlich können wir alle ernst sein, sind aber auch mal wieder zwölf Jahre alt.

Klaus:
Wie das halt so sein muß bei ner Band, ne, ich meine, backstage – wir haben’s schon oft genug gehabt, wir kommen irgendwo backstage an und natürlich, bei uns kommt erstmal die Buxe aus und alle regen sich erstmal auf, bis sie bemerken, warte mal, so ohne Buxe is eigentlich ziemlich geil. Und dann sitzen da auf einmal alle ohne Hose.

Baal:
Und sonst Skandale… also wir sind öfters nackt, auch… also, nicht daß das jetzt Leute wollen, aber wir sind nackt. Also wir werden auch gleich zu viert duschen gehen, aber das nennt man keinen Skandal.

Lucas:
Solange kein Fotograf dabei ist, ist es kein Skandal.

Baal:
Ich bin gerade am Überlegen, das Problem ist, wir nehmen echt alle keine Drogen, ich trinke nicht mal Alkohol, ich bin nicht Straight Edge, keiner von uns ist vegan, keiner ist Vegetarier… wir sind alle scheißen normal.

Klaus:
Ja, ich bin der Hobbyalkoholiker, aber ja, wer nicht.

Kathrin:
Ja, du bist ja Student, also...

Klaus:
Ja, ich bin Student, ich darf das. Ich hab heute morgen um zehn das erste Bier aufgemacht, so…

Passant: Whooooo, ENFEEBLE!

Klaus:
Jaaa, genau!

<Tumulte ringsum.>

Klaus:
Als Student kann man kein Alkoholiker sein, dementsprechend darf ich um acht Uhr morgens Bier trinken.

Baal:
Nee, aber wir sind lieb.

Kathrin:
Was sind die nächsten Ziele, die ihr verfolgt? Wessen Vorband wollt ihr noch mal sein, so in der nächsten Zeit?

Baal:
Pantera!

Baal:
Aber in Originalbesetzung. Oder halt Nirvana.

Lucas:
Nein, Katy Perry!

Baal:
Katy Perry wäre ein cooles Kontrastprogramm. Also Babymetal hat bei Lady Gaga auch im Vorprogramm gespielt.

Lucas:
Wir haben nicht so ne geile Bühnenshow.

Baal:
Kriegen wir hin. Dann zieht Klaus sich seine Hose aus…

Lucas:
Wir spielen auf Pferden, das müßte reichen.

Klaus:
Mehr Pyroeffekte – dann sind wir dabei.

Baal:
Feuerzeuge, jeder n Zippo, das in ne Tasche paßt…

Lucas:
Vorband…

Baal:
Vorband, Vorband, Vorband…

Julian:
The Browning. Allein, weil’s witzig ist.

Lucas:
The Browning wäre cool.

Baal:
Alter, da müßten wir… wir sind heute auch mit Peripetia angefangen, unserem Technosong… The Browning sind sogar auf uns aufmerksam geworden, die haben irgendwo mal nen Post von uns geliket, seitdem haben wir halt instant fame. Und danach haben wir das noch mal bei Facebook gepostet, daß die uns geliket haben, und das haben die auch nochmal geliket, also zweimal geliket. Das ist wie als wenn ne Frau zweimal deinen Status liket, oder einen Status, dann bist du mit der verheiratet. Es sei denn natürlich, die sieht nicht gut aus, dann ähh.. nicht.
Nee, sonst ähh… jetzt ernsthaft... mit wem möchten wir… As I Lie Dying, haha…

<Gelächter ringsum>

Baal:
Haha, schade, ich nehme immer nur Bands, die es nicht gibt.

Lucas:
Among The Bridge!

Baal:
Das wäre aber Julian sein Tod.

Julian:
Zwei Sets würde ich nicht durchhalten.

Baal:
Also Julian spielt noch bei Among The Bridge. Wir machen noch mal kurz Werbung: da spielt er auch Schlagzeug! Auch eine schöne Band. Auch hosenlos.
Aber jetzt ernsthaft, mit wem will man, mit wem würde ich…

Julian:
Protest The Hero.

Baal:
Protest The Hero, oder Periphery.

Klaus:
Jetzt jetzt ganz realistisch jetzt mal: Disturbed.

<Gelächter ringsum>

Kathrin:
Die sind live für’n Arsch, ganz ehrlich.

<Baal verschluckt sich an seinem Getränk. Noch mehr Gelächter >

Klaus:
Ich beschreibe folgendes: dieses Bild, wie Baals Energy durch die Nase rauskommt…

Baal:
…schlucken und gleichzeitig „Uah-ah-ah-ah“ sagen…

Klaus:
Nichts gegen die Leute, die Disturbed mögen, rein gar nichts, aber wir mögen sie nicht.

Kathrin:
Nein, ich liebe Disturbed, aber live sind die für’n Arsch.

Klaus:
Okay, haben wir das geklärt. Aber ich glaub, unser allergrößter Wunsch wäre mit Killswitch Engage.

Baal:
Hermine Granger. Nee, das ist keine Band.

Kathrin:
Nein, das ist im Fernsehen.

Baal:
Ach so, ähm… also ich würde wirklich, ja, vor Protest The Hero, das wäre eigentlich mal ziemlich geil.

Klaus:
Also ich persönlich würde ziemlich gerne mal vor Cemetary Rapist, das ist der beste Musiker der Welt, aber ich würde schon gerne vor Monuments mal spielen… ja, ansonsten…

Lucas:
Scheiße, mir fällt immer noch keine Band ein, mit der ich wirklich… ja natürlich, es gibt sauviele, mit denen ich sehr gerne spielen würde… Born Of Osiris, weil das wäre glaube ich ziemlich cool, weil die nämlich auch eine Gitarre mit Samples laufen lassen haben… wir haben so viel gemeinsam! Oder halt mit Jason Richardson, so das Soloprojekt, oder, jetzt kommen sie alle, Veil Of Maya wäre auch geil, oder wie hieß das noch mal, Veil Of Periphery… also, ich weiß es nicht mehr, das neue Album von Veil Of Maya klingt auf jeden Fall ein bißchen wie Periphery.

<Zwischenzeitlich wird Lakritzschnaps ausgeschenkt.>

Lucas:
Also, ja, äh, das wär’s jetzt so, relativ spontan überlegt.

Kathrin:
Auf jeden Fall vielen Dank, Enfeeble, für die Einblicke in euer Leben…

Julian:
Welches Leben? Wir sind Musiker, wir haben kein Leben!

Klaus:
Wir haben kein Leben, wir sind arm und alkoholabhängig!

Baal:
Ich bin energyabhängig! Stimmt, ich möchte als Vorband von Relentless spielen

Julian:
Das ist komisch, weil die keine Band sind.


Klaus:
Wenn ich von Astra endorsed werde, dann habe ich ausgesorgt, dann saufe ich mich zu Tode...

<Julian zeigt Klaus sein Tattoo mit dem Astra-Ankerherz.>

Kathrin:
Ach, du hast ja ein Astra-Tattoo, verdammte Naht! Julian, ich glaube, ich mag dich.
Auf jeden Fall vielen Dank, ihr wart sehr cool auf jeden Fall, auch wenn 17 Uhr Freitagabend ein fuck Slot war…

Lucas:
…gut, besser vor ein paar Leuten spielen als gar nicht zu spielen!

Klaus:
Richtig.

Baal:
Und hauptsache wir haben coole Fotos.

Julian:
Die Performance ändert sich nicht.

Kathrin:
Wann sieht man euch nächstes Mal?

Baal:
Demnächst in Ihrem Kino.

Klaus:
Der 17.09. in Sögel in der Packhalle. Wenn ich es richtig hab’, sind wir da sogar Headliner.

Lucas:
Und am 22.10. in Berlin, Hauptstadt und so.

Baal:
Und am, ich meine 3. Dezember in… wie heißt die Stadt da neben Köln noch mal? Düsseldorf!

Klaus:
Wer wohnt schon in Düsseldorf, wie schon Herbert Grönemeyer gesagt hat…Alles dasselbe, scheiß Ruhrpott, wer kommt denn da schon her, außer ich?

Kathrin:
Vielen Dank auf jeden Fall, Enfeeble! Ich glaube, wir heben erstmal noch einen und dann besten Dank und… <alle kreischen durcheinander>…abschalten!

 

enfeeble 3