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Bang Your Head 2012 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dennis Gersmeyer   
Donnerstag, 12. Juli 2012 um 06:51 Uhr
Bang Your Head Festival Bang Your Head 2012, Messegelände Balingen. Es war Donnerstag der 12.07, gegen halb Zehn, als sich ein Trio Norddeutscher Metalfans aufmachten um das Schwabenland zu erkunden, es ging zum Bang Your Head.

Auch wenn die Reise durch Baustellen, Staus, Regen und diversen unfreiwilligen Pausen, danke Ali, erschwert wurde (diesen Stress machten Marco´s Frikadellen wieder wett), konnte man am Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein sein kleines Campinggelände errichten. Wobei es eher an eine Kleingartenkolonie erinnerte, als drei identische Zelte schön in Reihe standen. Gut, es fehlte noch der Pavillon, aber dann konnte endlich der Grill das erste Mal angefeuert werden, denn man brauchte ja eine Stärkung um den Donnerstagabend, der als Warm Up lief (separates Ticket) zu überleben.

So, das Warm Up war bereits ein Highlight, es traten insgesamt 4 Acts auf. Den Anfang machten Majesty, die zwar im Vorfeld als kleine Manowar galten, aber spätestens bei Hits wie „Bring Metal to the Stadiums“ brachten Sie die, bereits gut gefüllte, Messehalle zum Mitsingen und grölen. Weiter ging es mit Freedom Call (ein persönliches Highlight des Autors), auch wenn es hierbei, im Vergleich, etwas ruhiger und sanfter zu ging, so flogen doch einige Haare und Chöre wurde weiter trainiert, ist ja auch kein Wunder, bei Hits wie der Bandhymne „Freedom Call“. Auch wenn das Programm straff weiter durchgezogen wurde blieb aber immer noch genug Zeit um sich zwischendurch das ein oder andere Getränk zu genehmigen.

Bang Your Head - Bonfire Bonfire betraten die Bühne, was für einige Leute aussah, die die Band nicht kannten, wie ein in die Jahre gekommener Kegelclub wurde von Anfang an eines besseren belehrt. Die Band um Frontmann Claus Lessmann hatte von Beginn an die Menge im Griff durch aktuelle Hits und Klassiker wie „American Night“, „Sweet Obsession“ und „Give it a Try“ (Gänsehautfeeling pur, Digga!!).

Interessant wurde es dann während eines Schlagzeugsolos, als dann mit brennenden Sticks gearbeitet wurde (leider sind diese Photos nicht so richtig was geworden). Der einzige Wermutstropfen war für mich, dass mein Hit der Rock `N Roll Cowboy nicht gespielt wurde. Man kann nicht alles haben.

Nun kam Jon Olivas Pain, mit dem kompletten Set der „Hall oft he Mountain King“, obwohl er stimmlich nicht mehr ganz so auf der Höhe war, was bei dem geilen Opener-Doppel „Edge of Thorns“ und „Gutter Ballet“ sehr deutlich wurde, machte seine Präsenz mehr als wieder gut. Wer ihn kennt, weiß in welcher körperlichen Verfassung er ist, dem sei gesagt, er habe sich immens bewegt und mit den Leuten gefeiert. Und so ging für die Besucher ein gelungener Festivalauftakt zu Ende.

Auch wenn der Freitag (der 13.) etwas trüb und kalt begann, freute man sich schon auf das erste kühle Gezapfte und einen schönen Start in den Tag mit Crashdiet im Namen des Sleaze und Glam. Leider fiel bei den Schweden sehr schnell auf, dass Sie zwar eine saubere und gute Show ablieferten, aber es irgendwie an „Hitdichte“ fehlte, so war mein Highlight des Set „Queen Obscene“. Trotzdem ein sehr gelungener Auftakt, der Tag war noch lang. Gegen Nachmittag kam dann sowohl die Sonne raus, als auch die Jungs von Powerwolf, gut ein wenig Sonne konnten sie schon vertragen, viel zu blass und zu dick angezogen. Während die Jungs um Attila Dorn dem Publikum mit rabiaten Songs wie „We drink your Blood“ einheizten, begnügte sich der Gast lieber mit Bier und Spätzle aber hatte dennoch seinen Spass. Zu Kamelot und Arch Enemy kann ich leider nichts sagen, weil man ja auch mal Zeit zum Shoppen haben musste. Obwohl der „Flohmarkt“ relativ klein war, bot er eine Menge Auswahl vor allem für Kuttenträger die noch Stellen frei haben und wer Zeit zum suchen hatte, wurde definitiv in der Metalbörse fündig, egal ob CD oder Platte, von Aktuell bis Schätzchen, wer suchte der fand. Gegen kurz vor Acht kam dann der Regen und „Thin Lizzy“, trotz des Bandalters, wirkte die Kombo um Ricky Warwick verdammt frisch und motiviert . So wurde „Whisky in the Jar“ zur Party in Balingen, scheiß auf den Regen. So ging für mich der musikalische Tag zu Ende, weil ich fit sein wollte für den Samstag. Es ging zurück zum Camp, zum Grill und zum Norddeutschen Bier.

(Anm. Ali): Und während sich unser Dönnis an anderweitigen Köstlichen *räusper* vergeht, begebe ich mich auf große Foodstand-Hafenrundfahrt. Fazit Matjesbrötchen: Fisch war ordnungsgemäß tot – allerdings schon zu lange. Fazit: Hamburger: wurde offenbar unter Jon Olivas Achseln gegart – bäh!) Frisch gestärkt gönne ich mir dann zum Abschluss des Tages noch ‚ne ordentliche Keule epischen Pagan-Metal bei den Finnen von Moonsorrow. Die Show ist wie eingentlich immer högscht (badisch für höchst!) intensiv und die zumeist überlangen Stücke sind trotz (oder aufgrund) der fetten Keyboardteppiche zwar immer sehr melodiös aber dennoch immer mit ansprechend schwarzer Note versehen. Ich lasse mich also noch ein wenig bei den proggigen Pagan-Hymnen treiben, trinke noch ‚n lecker Pilsken ( auf 17 Beinen kann man nicht stehen – haha) und bette dann mein müdes Mosher-Haupt für heute darnieder.

Als einen super Opener, auch wenn es schon fast 15.00 Uhr war, begeisterte AXXIS, die Band legte einen rundherum gelungenen und äußert symphatischen Gig hin der sich (erfreulicherweise!) vornehmlich auf die ersten fünf Bandjahre beschränkt. Vor allem als Sänger Bernhard den kleinen Justin, als Unterstützung, auf die Bühne holte. Der Kleine heizte dem Publikum mit seiner Bombenlegerperücke, der Aufblasguitarre und einigen Shouts gehörig ein, dass beinahe die Band vergessen wurde, wenn sie die Besucher nicht dauerhaft mit teils fast vergessenen Heavyrock-Perlen verwöhnt hätte (besonders geil „Save me“!).

So konnte man sich wunderbar die Zeit vertreiben bis Sabaton auf der Bühne einmarschierten. Ein Set bei dem von vorne bis hinten einfach zum Mitsingen zumute war, kein Wunder bei Hits wie „Ghost Division“, „Atero Domminatus“ oder das neue „Carolus Rex“. An dieser Stelle bleibt noch zu erwähnen, dass der sensationelle Tribute Song „Metal Crüe“ in voller Länge gespielt wurde.

Ich war glücklich hatte alles gehabt. Aber als Headliner warteten ja noch „Edguy“. Ich hatte ja bereits das Vergnügen die Band um Mastermind Tobi Sammet schon des Öfteren live zu erleben und ich wusste ja, dass Tobi gerne Ansagen macht, so habe ich diese einfach ausgeblendet um mich auf die Musik zu freuen, wie z.B. die „Lavatory Love Machine“, „Superheroes“, den Romantikhit „Save Me“ oder als Abschluss der „King of Fools“. Grossartig, aber es hätte auch anders kommen können. Unglücklicherweise ist Tobi, irgendwie, von der Bühne gefallen. Plötzlich war er weg, man hörte Ihn nur noch. Dann komm er zurück, leicht humpelnd und mit Blut an Nase und Hand. Er hat sich wohl, nach neuesten Meldungen eine Nasenfraktur zugegzogen. Von daher an dieser Stelle gute Besserung und Respekt, dass er sein Set durchgezogen hat. Da sieht man den Vollprofi.

Und dies war es auch schon mit dem Bang your Head 2012. Im Grossen und Ganzen ein äußert gelungenes Festival mit einer sehr familiären Atmosphäre, netten Schwaben und normalen Preisen. Das einzige Negative war die Tatsache, dass Getränke und sonstige Verpflegung über Wertmarken zu beziehen war und Merchandise etc. mit „normalem“ Geld. War etwas nervig aber gut. Insgesamt so gut, dass sich die Hard Radioshow schon auf das nächste Jahr freut, vor allem bei den bereits bestätigten Acts.

Bang the Head that doesn’t bang!

Dennis

Alle Fotos vom Bang Your Head 2012
 

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