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DettenRockt 2011 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Frank Thiemann   
DettenRockt, Emsdetten, Rockt, Festival, 2011 Zum siebten Mal luden die Mitglieder von DettenRockt am 10.09.2011 zu Ihrem „Umsonst und Draußen“ Festival.

Das Festival stand unter dem Motto "Gegen Rassismus und Diskriminierung" und fand wie immer an der alten Kläranlage in Emsdetten statt. Wie der Name schon sagt kostete es keinen Eintritt und fuhr Musik von Indie über Rock und Punk bis hin zu Metal auf (mir persönlich zu wenig Metal und altem Rock, ist aber Geschmackssache).

Laut Angaben von "Wiese", dem Hauptorganisator, fanden sich 2500-3000 Menschen in Emsdetten ein. Das Publikum war bunt gemischt und überwiegend jüngeren Alters. Durch die wie immer von Emsdettener Bürgern gesponserten Sofas wirkte die Location sehr einladend.

Ich traf gegen 15 Uhr bei strahlendem Sonnenschein und schwüler Hitze auf dem Gelände ein, um die Jungs von Dead Head Down aus Münster zu sehen. Die Band bot eine brachiale Mischung aus Thrash und Death Metal, die live wunderbar funktionierte. Da die Jungs zum Teil bei Steel Death und Metamorph schon einige Erfahrungen sammeln durften, ist die Band auch technisch gut aufgestellt. Nur der Gesang gefiel mir nicht.

Da ich Backstage noch ein bis zwei Bierchen mit Dead Head Down getrunken habe, konnte ich Damniam nur noch zum Ende hin begutachten. Die Mischung aus Punk und Pop-Rock war o.k., hat mich aber nicht von den Socken gehauen.

Um 17 Uhr kam dann eine ganze Armada von Musikern auf die Bühne. Die Band The Love, Sex & Motion Soundsystem spielten eine Mischung aus Reggae, Hip Hop, Funk und Ska und kam bei einem großen Teil des Publikums sehr gut an. Teilweise fand ich die Musik interessant, einiges Klang mir aber zu sehr nach einem billigeren Abklatsch von Jan Delay & Co. Die Texte waren teils etwas einfach gestaltet, die Show war aber intensiv und kurzweilig.

Striking Justice aus Holland haben dann das „Happy Feeling“ mit brutalem Hardcore beendet. Vor der Bühne und auf der Bühne entbrannte ein Feuerwerk aus Power und Aggression. Es gab den einzigen „Circle Pit“ des Tages und nach dem Konzert waren einige Zuschauer ausgepowert und beseelt, während andere Zuschauer etwas irritiert über das Geschehene waren.

Blackmail, DettenRockt Three Chord Society spielten im Anschluss poppigen Ami Punk/Rock und kamen beim jüngeren Publikum gut an. Ich habe allerdings eine Portion Nudeln und etwas Ruhe nach Striking Justice gebraucht und mir nur zwei Lieder angeschaut. Gegen 20:30Uhr kam dann die Band Tusq auf die Bühne und konnte mich mit ihrer Mischung aus Rock und psychedelisch angehauchtem 90er Pop durchaus begeistern. Die Band war technisch gut und hat echt Spaß gemacht. Ihre langwierige Anreise aus Büsum mit einigen Staus hat man Ihnen überhaupt nicht angemerkt.

December Peals haben erdigen Rock mit einer Prise Rock´n Roll zelebriert und mir persönlich, wie auch vielen Leuten vor der Bühne, gut gefallen. Ich war zwischenzeitlich in bierselige Gespräche am „Seniorentisch“ verwickelt und konnte daher nicht den ganzen Auftritt verfolgen.

Der Headliner Blackmail war mir zu mainstreamlastig, konnte aber mit Pop/Rock á la Area4 viele Fans für sich gewinnen. Die Band wirkte sehr professionell, gut eingespielt und legte einen umjubelten Gig hin. Nicht ganz mein Geschmack, aber meine Sinne waren auch nicht mehr zu 100% klar.

Die Aftershow Party im Plattendeck habe ich dann nicht mehr miterlebt, da mein Körper und auch mein Gehirn nach Wasser und meinem Bett verlangten. Insgesamt ein entspanntes Festival mit guter Stimmung.

Alle Fotos vom DettenRockt Festival
 

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