“Let’s turn this Place into something they cannot stop”
Was macht eigentlich ein gutes Festival aus? Das Line Up? Ein geringer Eintrittspreis? Campingatmosphäre? Kurze Laufwege? Eine gute Organisation? Nette Securities? Niedriger Bierpreis? ...
Alle diese Kriterien haben ihre Bewertungsberechtigung und genau diese Kriterien trafen vom 01. bis 03. Juli 2011 in Sulingen in äußerst positiver Form beim Reload Festival 2011 zusammen. Ein sensationelles Line Up mit Limp Bizkit, Hatebreed, Papa Roach, Skindred, Daniel Wirtz, Terror, Blood For Blood, 4lyn, Emil Bulls, Luxuslärm uvm. sowie ein Ticketpreis von unschlagbaren 69 €. Kurze Laufwege, ausreichend Platz, gute Sanitäreanlagen, freundliche Securities (mal mehr Mal weniger hilfreich), eine gute Infrastruktur vor Ort und annehmbare Preise an jeder Stelle. Wenn jetzt das Wetter mitspielt kann einem grandiosen Festivalwochenende nichts im Wege stehen.
Der Presseplatz liegt direkt neben der Bühne, sodass wir während des Aufbauens unseres Zeltes direkt den Klängen von Emil Bulls lauschen können. Besser kann es für einen Nu Metal Fanatiker doch gar nicht sein, direkt mit den Bulls in ein Festival zu starten. Und schon jetzt überzeugt der Sound. Das wird groß!
Gegen 19.30Uhr beginnt dann mit Stand For Something die britische Metal - Reggea Combo Skindred ihre 45min Show. Pure Energie! Ein unglaublicher Vibe der über das Festivalgelände schwebt und jeden im Publikum ansteckt. Auch Cut Dem und Warning ihrer neuen Platte Union Black dürfen neben Garanten wie Trouble, Pressure und Nobody nicht fehlen.
Am Abend beenden Hatebreed als eine der vielen Hardcore Bands das Festival, welches ansonst von zwei Nu Metal Größen geheadlined wird.
Am Samstag erwartet mich ein sehr gutes Mittelfeld. Den Anfang machen unsere Jungs aus Osnabrück: Dampfmaschine. Der Auftritt findet nicht all zu große Anerkennung, sodass vor der Bühne nicht viel los ist.
Dies sieht bei 4lyn schon wieder ganz anders aus. Die Nu Metal Rocker geben alles und spielen einen Hit nach dem Anderen. Immer wieder ein Genuss und Spaß die Hamburger Jungs zu sehen. Auch Ill Nino aus New Jersey bringen viel Freude und einen guten lateinamerikanischen Sound mit.
Bemerkenswert wie voll es vor der Bühne zu diesem Zeitpunkt ist, auch wenn der Großteil auf den Hauptact des Festivals - Limp Bizkit - wartet, welche anscheinend viele Tagesgäste ziehen. An dieser Stelle darf man der Organisation des Reloads ein großes Lob aussprechen diesen Fang mit Hilfe von MLK gemacht zu haben!
Um ca. 23.40 erklingt dann das Intro von LB gefolgt von Hot Dog. Besser kann ein Limp Bizkit Set nicht starten. Leider scheint die Band die angesetzte Spielzeit nicht ganz zu Füllen, was sie locker durch mehr Gold Cobra Songs geschafft hätte. Sehr schade, denn gerade hier zu Lande wird Gold Cobra sehr gut angenommen - so gut, das LB sogar direkt auf Platz 1# der deutschen LP Charts charten.
So bleibt es bei einer gewöhnlichen Festivalsetlist gespickt mit Why Try, Douche Bag und Gold Cobra vom self titeld Album.
Und schon ist er da - der letzte Festivaltag. Aber was für Einer. Mr. Irish Bastard machen den Anfang, auch wenn sie meinen persönlichen Geschmack nicht treffen. Bemerkenswert ist zudem, dass schon die ersten Bands des Tages gleich ganze 45min Spielzeit bekommen. Das Lob ich mir! Fozzy bieten im Anschluss tollen Heavy Metal. Eine super Neuentdeckung für alle Metalheads.
Auch Luxuslärm zeigen was sie können. Die Band spielt zum zweiten Mal beim Reload und mit ihrem Pop Rock bietet die Band mit der taffen blonden Frontfrau eine echte Abwechslung am sonst strickt verfolgtem Reload Konzept: Hardcore - Folk - Nu Metal.
Mit Daniel Wirtz betritt dann um 16.30 Uhr für mich eine echte Überraschung die Bühne. Im Vorfeld eher aus dem Weg gegangen wird mir erst jetzt bewusst, was mir entgangen ist. Fetter Sound, eine super live Band und ein absolut charismatischer Frontman mit guten deutschen Texten.
Beendet wird das Festival mit den Hardcore Punk Legenden von Agnostic Front und im Anschluss von Papa Roach.
Letztere bieten eine gewohnt starke Performance die gut bejubelt und von den Teenie-Mädchen bekreischt wird. Auch wenn Frontman Jacoby Shaddix recht gewöhnungsbedürftig mit seiner Frisur und seinen steifen Bewegungen daher kommt, ist es ein gelungener Abschluss des Reload Festivals.
Selbst wenn das Wetter nicht immer mitgespielt hat und neben Regen mit Temperaturen um die 12° glänzte, war es ein gelungener re-load des Festivals am neuen Standort in Sulingen.
Eine gute Infrastruktur und noch freie Kapazitäten rund um das Festivalgelände sowie gute Kontakte zu MLK könnten das Reload in den nächsten Jahren zu einem gefestigten und gut besuchten Event in der gesamten Festivallandschaft etablieren. Ich wünsche es mir zumindest, denn das Reload ist eines der entspanntesten Festivals das ich je besucht habe - und zudem zu erschwinglichen Preisen.
Alles Gute der Relaod Organisation und ein erneutes glückliches Händchen für 2012!
See y’all!
Kommentare
Schade, dass bei "Dampfmaschine" net so viel los war. Schnalli, Dampfdrummer and Head of Bastard Club (Osnabrück) geht steil nach vorne !!!
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